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Leitfaden
15. Oktober 2025

Typische eCoC-Stolperfallen: XML-Validierungsfehler, Signaturprobleme und wie Sie sie umgehen

Typische eCoC-Stolperfallen: XML-Validierungsfehler, Signaturprobleme und wie Sie sie umgehen

Woran eCoC-Einreichungen scheitern

Die nationalen Zugangspunkte (NAPs) in der gesamten EU prüfen jede eCoC-Einreichung automatisiert. Dateien, die die XSD-Schema-Prüfung nicht bestehen oder ungültige Signaturen tragen, werden umgehend abgelehnt. Die typischen Fehlerklassen zu kennen und Abläufe zu schaffen, die sie verhindern, ist für einen reibungslosen Umstieg ausschlaggebend.

Die häufigsten Stolperfallen

1. Die XML-Formatierung verändert sich nach dem Signieren

Das ist der mit Abstand häufigste Grund für eine ungültige Signatur. Ist eine IVI-XML-Datei einmal digital signiert, zerstört jede noch so kleine Änderung – schon ein Leerzeichen, ein Zeilenumbruch oder eine Neuformatierung – die Signatur. Daher muss das Signieren wirklich der allerletzte Schritt vor der Einreichung sein.

2. Falsche Genehmigungsbehörden-Codes

Jeder EU-Mitgliedstaat verfügt über einen eigenen Genehmigungsbehörden-Code (etwa e1 für Deutschland, e9 für Spanien, e2 für Frankreich). Wer den falschen Ländercode einsetzt, Codes mehrerer Mitgliedstaaten vermengt oder den Code ganz weglässt, kassiert beim empfangenden NAP eine Ablehnung.

3. Fehlende Pflichtfelder

Das IVI-Schema umfasst Hunderte Felder, viele davon je nach Fahrzeugklasse und Aufbaustufe bedingt verpflichtend. Ein Feld, das beim Basisfahrzeug optional ist, kann beim vollendeten Fahrzeug Pflicht werden. Bereits ein einziges fehlendes Pflichtfeld bringt die XSD-Prüfung zu Fall.

4. Konflikte beim Datentyp

Numerische Felder mit Textinhalt, Datumsangaben im falschen Format oder Massen mit unzutreffender Dezimalgenauigkeit lösen allesamt XSD-Validierungsfehler aus. Die Daten müssen exakt den im Schema festgelegten Typen entsprechen.

5. Abgelaufene oder ungültige Signaturzertifikate

Eine digitale Signatur setzt ein gültiges Zertifikat eines anerkannten Vertrauensdiensteanbieters voraus. Abgelaufene, selbstsignierte oder von nicht anerkannten Anbietern stammende Zertifikate lassen die Signaturprüfung durchfallen.

6. Widersprüche bei mehrstufigen Daten

Bei mehrstufigen Aufbauten muss das eCoC des vollendeten Fahrzeugs auf die zutreffenden Basisfahrzeug-Daten verweisen. Abweichende VINs, Typgenehmigungsnummern oder Stufenreferenzen zwischen den eCoCs von Basis- und vollendetem Fahrzeug werden beanstandet.

So umgehen Sie diese Stolperfallen

  • Stets vor dem Signieren gegen das XSD-Schema prüfen
  • Dateien nach der digitalen Signatur nicht mehr anfassen – das Signieren ans Ende stellen
  • Den Testzeitraum nutzen, um Testdateien einzureichen und Probleme frühzeitig aufzudecken
  • Die Pipeline „Erzeugen → Prüfen → Signieren → Einreichen" automatisieren, um manuelle Fehler auszuschließen
  • Die Gültigkeitsdaten der Zertifikate im Blick behalten und rechtzeitig erneuern

eCoC EU² räumt typische Fehler aus

Die eCoC EU² Software automatisiert die komplette eCoC-Pipeline und nimmt genau die manuellen Schritte heraus, an denen die meisten Fehler entstehen:

Integrierte XSD-Prüfung erkennt Schema-Fehler bereits vor dem Signieren
Automatisierte Signatur als Schlussschritt – ohne manuelles Hantieren mit Dateien
Korrekte Genehmigungsbehörden-Codes automatisch aus den Daten der Typgenehmigung übernommen
Konsistenzprüfungen mehrstufiger Daten zwischen den eCoCs von Basis- und Endfahrzeug

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